Handnahe Außeninspektion
Sichtprüfung der gesamten Blattoberfläche aus unmittelbarer Nähe – Druck- und Saugseite, Vorder- und Hinterkante, Blattspitze und Wurzel.
Windspektrum GmbH · rotor blade experts
Wir prüfen Ihre Rotorblätter aus unmittelbarer Nähe: per Seilzugangstechnik, außen, im begehbaren Innenbereich und am Blitzschutzsystem. Mit lückenloser Fotodokumentation und Zustandsbericht – deutschlandweit, europaweit und offshore.
Kurz erklärt
Eine Rotorblattinspektion ist die systematische Zustandsprüfung der Rotorblätter einer Windenergieanlage – auf Erosion, Risse, Delaminationen, Blitzschäden und Schäden an Anbauteilen. Häufig wird sie auch als Rotorblatt Inspektion oder Rotorblattprüfung bezeichnet. Sie ist Bestandteil der wiederkehrenden Prüfung (WKP), Voraussetzung für den Weiterbetrieb älterer Anlagen und die Basis jeder gezielten Reparatur.
Die Windspektrum GmbH hat sich seit 2013 auf die handnahe Rotorblatt-Inspektion spezialisiert: Unsere Industriekletterer arbeiten direkt am Blatt – dort, wo Kameras aus der Distanz an ihre Grenzen kommen. So werden Befunde nicht nur fotografiert, sondern ertastet, per Klangprobe geprüft, eingeordnet und sauber dokumentiert.
Typische Anlässe: wiederkehrende Prüfung, Weiterbetrieb nach Ablauf der Entwurfslebensdauer, Inspektion vor Ende der Gewährleistung, Verdacht nach Blitzeinschlag oder Leistungsabfall sowie die jährliche Offshore-Nahinspektion nach BSH-Standard.
Leistungen
Ob einzelne Anlage oder kompletter Windpark: Sie bestimmen den Prüfumfang, wir stellen Team, Zugangstechnik und Dokumentation.
Sichtprüfung der gesamten Blattoberfläche aus unmittelbarer Nähe – Druck- und Saugseite, Vorder- und Hinterkante, Blattspitze und Wurzel.
Die begehbaren Bereiche im Blattinneren prüfen wir handnah aus dem Nahbereich – Gurte, Stege und Verklebungen inklusive.
Durchgangsprüfung des Blitzschutzsystems und Kontrolle von Rezeptoren und Ableitung – je nach Bauart per Seil. Auf Wunsch ist eine HV-Messung möglich.
Ergänzend zur Rotorblattprüfung: detaillierte visuelle Inspektion des Turms per Seilzugangstechnik.
Prüfumfang
Zehn Prüfpunkte von der Blattwurzel bis zur Spitze – außen, innen und am Blitzschutzsystem. Tippen Sie auf einen Punkt im Schema.
Handnah oder Drohne?
Drohnen liefern schnell einen guten Überblick. Für eine belastbare Bewertung braucht es aber oft den direkten Kontakt mit dem Blatt: Hohlstellen erkennt man per Klangprobe, Risstiefen nur aus der Nähe, und das Blattinnere sieht keine Drohne.
Nach der Anwendungsempfehlung des BWE-Sachverständigenbeirats darf eine Drohne die handnahe Außenprüfung in der WKP nur nach einer positiven Risikobetrachtung ersetzen – die Innenprüfung bleibt handnah, und beim Weiterbetrieb ist sie Pflicht.
| Kriterium | Handnah (Seilzugang) | Drohne |
|---|---|---|
| Abstand zum Blatt | Direkt am Blatt | Fernoptisch aus der Distanz |
| Klangprüfung auf Hohlstellen | Ja | Nein |
| Innenprüfung des Blatts | Ja begehbare Bereiche handnah | Nein bleibt handnah |
| Blitzschutz-Durchgangsprüfung | Ja am Blatt | Eingeschränkt |
| Unklare Befunde | Werden sofort vor Ort geklärt | Erneute Befliegung oder handnahe Nachprüfung |
| Weiterbetrieb über Entwurfslebensdauer | Gefordert | Nicht zulässig |
| Stärke | Detailtiefe, belastbare Befunde | Schneller Überblick, kurze Stillstände |
Grundlage: BWE-Anwendungsempfehlung Drohnen bei der WKP (03/2025) und BWE-Grundsätze für die WKP (04/2025).
Zugangstechnik
Welchen Zugang wir nutzen, entscheiden Anlagentyp und Prüfumfang: außen per Seil, innen über die vorhandenen Hub- und Steigeinrichtungen.

Flexibel, schnell gerüstet und für nahezu jede Nabenhöhe geeignet. Unsere Industriekletterer erreichen jeden Punkt des Blatts.

Je nach Bauart der Anlage nutzen wir vorhandene Hub- und Steigeinrichtungen – etwa für die Rotorblatt-Inneninspektion.
Ablauf
Vom ersten Anruf bis zum Bericht: kurze Wege, ein fester Ansprechpartner und klare Ergebnisse.
Per Telefon oder E-Mail – mit Standort, Anlagentyp, Anzahl der Anlagen und Anlass.
Prüfumfang, Zugangstechnik, Termin und Abstimmung mit Betriebsführung und Wetterfenster.
Unser Team aus 2–3 Technikern prüft außen, innen und am Blitzschutz – handnah und sicher.
Zustandsbericht mit Fotos, Lage und Bewertung der Befunde als Grundlage für WKP und Planung.
Auf Wunsch erstellen wir Ihnen ein Reparaturangebot und beheben die Schäden im Nachgang durch unsere eigenen Reparaturteams – von der Erneuerung des Vorderkantenschutzes bis zur Instandsetzung struktureller Schäden durch Blitzschlag.
Inspektion für Ihren Windpark planen?Wir melden uns mit einem Terminvorschlag und Angebot.


Offshore
Raue See, kurze Wetterfenster, hohe Stillstandskosten: Offshore zählt jeder Einsatztag. Unsere Teams sind für Offshore-Einsätze qualifiziert und arbeiten per Seilzugangstechnik auch in Offshore-Windparks.
Für Offshore-Windparks ist vorgegeben, dass jährlich 25 % der Anlagen eines Windparks aus unmittelbarer Nähe – per Hub-, Steigeinrichtung oder Seilzugangstechnik – zu inspizieren sind. BSH-Standard Konstruktion, Fassung vom 01.06.2021, Teil B 4.5.1.3
Einsatzgebiet
Onshore-Windparks in allen Bundesländern – vom Flachland bis ins Mittelgebirge. Firmensitz in Worbis.
Internationale Onshore-Einsätze mit eingespielten Teams aus zwei bis drei Technikern.
Nahinspektion und Reparatur in Offshore-Windparks mit offshore-befähigtem Personal.
Qualifikation
Die Ausbildung unserer Techniker halten wir in Kooperation mit namhaften Materialinstituten der Branche aktuell. Zertifikate, Ausbildung und Ausrüstung entsprechen den gesetzlichen Vorgaben für sicheres Arbeiten in der Höhe.
Für Faserverbundprozesse nach DIN 35255 arbeiten wir mit dem Fraunhofer IFAM zusammen.
Mitglied im Bundesverband WindEnergie e. V.Aus einer Hand
Inspektion und Reparatur kommen aus demselben Unternehmen, werden aber von unterschiedlich spezialisierten Teams durchgeführt. Mehr zu allen Leistungen auf windspektrum.de.
Einblicke








FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beraten Sie gern persönlich – auch zu Prüfintervallen und dem passenden Prüfumfang.
Eine Rotorblattinspektion ist die systematische Zustandsprüfung der Rotorblätter einer Windenergieanlage. Geprüft werden die Außenseite, der Innenbereich und das Blitzschutzsystem auf Schäden wie Erosion, Risse, Delaminationen oder Blitzschäden. Ergebnis ist ein dokumentierter Zustandsbericht, der zeigt, ob und wo Reparaturbedarf besteht.
Die Windspektrum GmbH führt Rotorblattinspektionen als zerstörungsfreie Sichtprüfung aus unmittelbarer Nähe durch – per Seilzugangstechnik, onshore und offshore.
Maßgeblich sind die Auflagen aus der Genehmigung, dem Prüfbescheid und der Typenprüfung der Anlage. Nach der DIBt-Richtlinie für Windenergieanlagen ist die wiederkehrende Prüfung (WKP) in der Regel höchstens alle zwei Jahre fällig. Das Intervall kann auf vier Jahre verlängert werden, wenn die Anlage mindestens jährlich durch vom Hersteller autorisierte Sachkundige überwacht und gewartet wird.
Offshore gilt zusätzlich der BSH-Standard Konstruktion: Jedes Jahr sind 25 % der Anlagen eines Windparks aus unmittelbarer Nähe zu inspizieren.
Bei der handnahen Inspektion arbeitet der Techniker direkt am Blatt – per Seilzugangstechnik. Er kann Befunde ertasten, per Klangprobe auf Hohlstellen prüfen, vermessen und unklare Stellen sofort klären. Eine Drohne liefert dagegen hochaufgelöste Fotos aus der Distanz und ist schnell, kann aber weder in das Blatt hinein noch eine Klangprüfung durchführen.
In der Praxis ergänzen sich beide Verfahren. Für den Innenbereich, für unklare Befunde und für den Weiterbetrieb älterer Anlagen ist die handnahe Prüfung Pflicht.
Nur eingeschränkt. Nach der BWE-Anwendungsempfehlung vom März 2025 darf die handnahe Außenprüfung in der WKP nur dann durch eine Drohne ersetzt werden, wenn ein Rotorblatt-Sachverständiger vorab eine Risikobetrachtung mit positivem Ergebnis durchgeführt hat. Die Innenprüfung bleibt handnah, und die darauffolgende WKP ist wieder handnah durchzuführen.
Beim Weiterbetrieb über die Entwurfslebensdauer hinaus sind Drohnen für diese Prüfung nicht zulässig.
Typische Befunde sind Erosion an der Vorderkante, Risse und Abplatzungen in der Beschichtung, Weißbrüche und Laminatrisse, Quer- und Längsrisse an Klebefugen, Beulversagen, Blitzschäden an Rezeptoren sowie verstopfte Drainagebohrungen. Außerdem prüfen wir aerodynamische Anbauteile wie Vortex-Generatoren, Grenzschichtzäune, Hinterkantenverzahnungen und Gurney-Flaps.
Ja. Die begehbaren Bereiche des Blattinneren prüfen wir per Sichtprüfung aus dem Nahbereich. Den Zugang nutzen wir je nach Bauart über die vorhandenen Hub- und Steigeinrichtungen. Alle Befunde werden mit Fotos dokumentiert.
Ja. Je nach Bauart und Auftrag führen wir per Seilzugang oder Steigeinrichtung eine Durchgangsprüfung des Blitzschutzsystems von der Blattspitze (Tip) bis zum Turmfundament durch und prüfen Rezeptoren und Ableitung auf Beschädigungen. Auf Wunsch ist zusätzlich eine HV-Messung möglich.
Die Kosten hängen vor allem von Anlagentyp und Nabenhöhe, der Anzahl der Anlagen, dem Zugang zum Blatt, dem Prüfumfang (außen, innen, Blitzschutz), dem Standort und davon ab, ob die Anlage onshore oder offshore steht. Bei mehreren Anlagen in einem Windpark sinken Anfahrts- und Rüstkosten pro Anlage.
Wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot – rufen Sie uns unter 036074 63 74 77 an oder schreiben Sie an info@windspektrum.de.
Ja. Unsere Techniker sind für Offshore-Einsätze qualifiziert und arbeiten per Seilzugangstechnik auch in Offshore-Windparks. Wir unterstützen Betreiber dabei, die Vorgaben des BSH-Standards Konstruktion für die jährliche Nahinspektion umzusetzen.
Wir arbeiten deutschlandweit an Onshore-Windparks, europaweit sowie offshore. Unser Firmensitz ist in Worbis; unsere Teams aus zwei bis drei Technikern reisen zum Einsatzort.
Unsere Techniker sind Industriekletterer nach FISAT Level 1 bis 3 und verfügen über die branchenüblichen Zertifikate wie GWO und EuP. Dazu kommen Kunststofflaminierer nach DVS 2220 und zum Teil Composite Engineers (Fraunhofer IFAM). Hinzu kommen Anlagenschulungen für die meisten branchenüblichen Hersteller. Die Ausbildung wird in Kooperation mit Materialinstituten laufend aktuell gehalten.
Sie erhalten einen dokumentierten Zustandsbericht mit Fotos der Befunde, ihrer Lage am Blatt und einer Einschätzung zum Handlungsbedarf. Der Bericht dient als Grundlage für die wiederkehrende Prüfung, für Gespräche mit Versicherern oder Herstellern und für die Planung von Reparaturen.
Wir reparieren Oberflächen- und Strukturschäden am Faserverbund, das Blitzschutzsystem, Drainagebohrungen und aerodynamische Anbauteile und bringen auf Wunsch einen Vorderkantenschutz (Leading Edge Protection) auf.
Hilfreich sind Standort beziehungsweise Windpark, Anzahl der Anlagen, Hersteller und Anlagentyp, Nabenhöhe und Rotordurchmesser, ob onshore oder offshore, der Anlass der Prüfung und Ihr Wunschzeitraum. Am schnellsten geht es per Telefon oder mit unserer vorbereiteten E-Mail-Anfrage.
Kontakt
Kein Formular, keine Warteschleife: Rufen Sie uns an oder schicken Sie eine E-Mail. Sie sprechen direkt mit den Menschen, die auch am Blatt arbeiten.
Mit diesen Angaben können wir Ihre Anfrage sofort einschätzen – die E-Mail-Vorlage enthält bereits alle Punkte:
Öffnet Ihr E-Mail-Programm mit vorbereiteter Anfrage.